Aktuelle Nachrichten aus dem Handelsrecht
Bleiben Sie informiert!

RSSNachrichten.PubRechts.Ninja

Als Einzelunternehmer tätig werden

Schon vor das der eigentliche Geschäftsbeginn eingetreten ist, müssen Unternehmensgründer sich mit zahlreichen Rechtsthematiken auseinandersetzen. Damit alles in rechten Bahnen verläuft, ist es empfehlenswert einen fachkundigen Anwalt einzuschalten. Denn wenn die richtige Rechtsform gewählt wird, kann das viele Vorteile haben. Deswegen sollte man einen Rechtsanwalt in Leipzig kontaktieren um die passende Beratung zu bekommen.

 

Die richtige Rechtsform wählen

Die Rechtsform des Unternehmens sollte mit Bedacht gewählt werden, denn sie ist prägend für das Unternehmensbild nach außen. Denn die Rechtsform spielt nicht nur für wirtschaftliche und rechtliche Fragen eine Rolle, sondern auch vor allem steuerrechtlich ist die Rechtsform von Bedeutung. Wer ein Einzelunternehmen gründen möchte, wählt damit die simpelste Art der Existenzgründung. Einzelunternehmen können einfach, schnell und relativ formlos gegründet werden. Es gibt nämlich wenig gesetzliche Vorschriften, die Gründungsformalitäten vorschreiben. Sobald man als Einzelunternehmer seine geschäftlichen Tätigkeiten aufnimmt, gilt man als Unternehmer. Wer als Freiberufler tätig wird, fragt lediglich bei seinem zuständigen Finanzamt eine Steuernummer an. Kleingewerbetreibende melden ihr Geschäft beim zuständigen Gewerbeamt an. Wer als Kleingewerbetreibender alle Rechten und Pflichten eines Kaufmanns wahrnehmen möchte, kann sich freiwillig im Handelsregister eintragen lassen. Damit wird er Kaufmann kraft Eintragung. Einzelunternehmer, die als gewerbetreibende Kaufleute tätig werden, müssen ihre Tätigkeit ebenfalls im zuständigen Gewerbeamt anmelden. Es besteht eine Verpflichtung zur Eintragung.

Wer als eingetragener Kaufmann im Geschäftsverkehr tätig wird, muss dies im sämtlichen Unterlagen und Briefverkehr vermerken (e.Kfm, e.Kfr oder e.K.). Zusätzlich dazu, könne sie ihrem Unternehmen einen Fantasie-, Branchen-, oder Tätigkeitsbezeichnung geben. Dieser Name muss ebenfalls im Handelsregister eingetragen werden und gewissen gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Die Unternehmertätigkeit als Einzelunternehmer hat gewisse Vor- und Nachteile. Als Einzelunternehmer ist man nur für sich selbst verantwortlich und ist niemanden untergeben. Der große Nachteil ist, dass man als Einzelunternehmer mit seinem gesamten Privatvermögen für mögliche Schäden haftet. Das Haftungsrisiko ist also sehr hoch.

Gewerbetreibende Kaufleute oder Kleingewerbetreibende erzielen aus steuerlicher Sicht ihre Einkünfte aus dem jeweiligen Gewerbebetrieb. Daher sind sie verpflichtet Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag, Lohnsteuer sowie Umsatzsteuer zu zahlen. Als gewerbetreibender Kaufmann oder Kauffrau ist man zur doppelten Buchführung verpflichtet. Kleingewerbetreibende sind nicht zur Buchführung verpflichtet, es reicht eine einfache Buchführung aus. Freiberufler erzielen ihre Umsätze aus ihren freiberuflichen Tätigkeiten. Daher sind sie auch nicht zur Zahlung von Gewerbesteuer verpflichtet. Ebenso wie Kleingewerbetreibende sind Freiberufler nicht zur doppelten Buchführung verpflichtet.#

Der Start als Einzelunternehmer zwar einfach umzusetzen als andere Rechtsformen für Unternehmen, allerdings ist dennoch empfehlenswert sich ausführlich beraten zu lassen. Denn häufig führt Unwissenheit zum Scheitern.

Archiv